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24. Juli 2026

Wie führende Anbieter von Zahlungsinfrastrukturen den „Agentic Commerce“ ermöglichen

Erfahre, wie führende Anbieter von Zahlungsinfrastrukturen den Übergang zum „Agentic Commerce“ vorantreiben, indem sie programmierbare M2M-Abrechnungswege, Frameworks für die delegierte Authentifizierung und API-first-Tokenisierungssysteme aufbauen.

Agentischer Handel ist die nächste Entwicklungsstufe des digitalen Handels, bei der autonome KI-Agenten – und nicht Menschen – Transaktionen initiieren und abschließen. Dieser Wandel geht über einfache Automatisierung hinaus und führt in einen Bereich, in dem Software-Entitäten als unabhängige Wirtschaftsakteure mit eigenen Entscheidungsfähigkeiten agieren.

An der Spitze dieses Wandels stehen Infrastrukturanbieter, die die programmierbaren Plattformen bereitstellen, die für Machine-to-Machine-Abrechnungen (M2M) erforderlich sind. Diese Unternehmen stellen die Infrastruktur für autonome Zahlungssysteme bereit, die es der KI ermöglichen, Geldflüsse ohne ständige menschliche Eingriffe zu verwalten.

Um in diesem aufstrebenden Bereich erfolgreich zu sein, braucht es eine Kombination aus Verarbeitung mit geringer Latenz, Einhaltung globaler Vorschriften und intelligentem Routing. Vorausschauende Unternehmen beginnen bereits damit, ihre Zahlungsinfrastruktur auf den agentengesteuerten Handel vorzubereiten, um der Entwicklung immer einen Schritt voraus zu sein.

Den Wandel vom automatisierten zum agentenbasierten Handel verstehen

Der Übergang vom automatisierten zum agentenbasierten Handel markiert einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie weltweit Werte ausgetauscht werden. Während die Automatisierung vorgegebenen „Wenn-Dann“-Regeln folgt, nutzt der agentenbasierte Handel prädiktive Analysen, um auf der Grundlage der Marktbedingungen eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Laut einer Gartner-Studie zu agentischer KI zeichnen sich diese Systeme durch ihre Fähigkeit aus, Ziele eigenständig zu verfolgen. Im Zahlungsverkehr bedeutet das, dass ein Agent einen Preis aushandeln, einen Anbieter auswählen und eine Zahlung ausführen kann, ohne dass ein Mensch auf eine „Kaufen“-Schaltfläche klicken muss.

Programmierbare Zahlungen sind die wesentliche technische Voraussetzung dafür, dass dieser Wandel erfolgreich vonstattengeht. Diese Zahlungen ermöglichen Abrechnungen von Maschine zu Maschine, bei denen die Logik direkt in den Transaktionsablauf eingebettet ist.

Nuvei passt sich dieser Entwicklung durch eine „AI everywhere“-Strategie an, die sicherstellt, dass Intelligenz an jedem Entscheidungspunkt eine grundlegende Rolle spielt. Indem die Plattform Zahlungen als datengesteuerte Leistungsebene behandelt, ermöglicht sie eine Optimierung, die sich im Laufe der Interaktion der Akteure mit dem globalen Markt immer weiter verstärkt.

Feature Automatisierter Handel Agentenbasierter Handel
Auslöser Vom Menschen ausgelöst oder geplant Zielorientierte autonome Logik
Entscheidungsfindung Statische Regeln Prädiktive Analytik und Schlussfolgerungen
Interaktion Mensch-Maschine Maschine-zu-Maschine (M2M)
Zahlungsablauf Klassische Benutzeroberfläche/Kasse Unsichtbare, eingebettete Protokolle

Die Rolle etablierter Zahlungsnetzwerke und Infrastruktur-Giganten

Etablierte Zahlungsnetzwerke spielen eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung der Sicherheitsrahmen, die für delegierte Ausgaben erforderlich sind. Partner wie Visa und Mastercard entwickeln Tokenisierungs- und delegierte Authentifizierungssysteme, damit Beauftragte innerhalb strenger finanzieller Grenzen agieren können.

Nuvei hat in diesem Bereich bereits seine Führungsrolle unter Beweis gestellt, indem es in Zusammenarbeit mit Visa eine von Händlern gesteuerte Strategie für agentische Zahlungen entwickelt hat. Im Mittelpunkt dieser Partnerschaft steht die Schaffung sicherer Umgebungen, in denen KI sicher Transaktionen durchführen kann, während die menschliche Aufsicht gewahrt bleibt.

Eine API-first-Infrastruktur ist die Voraussetzung für diese autonomen Interaktionen. Ohne flexible, programmierbare APIs können KI-Agenten nicht effektiv mit herkömmlichen Bankensystemen oder älteren Händler-Systemlandschaften kommunizieren.

Die Einhaltung globaler regulatorischer Vorschriften und eine geringe Latenz sind ebenfalls unverzichtbar für hochfrequente Transaktionen. Dank einer modularen Infrastruktur können Händler diese Funktionen schrittweise einführen, ohne ihre gesamte finanzielle Infrastruktur von Grund auf neu aufbauen zu müssen.

  • Delegierte Authentifizierung: Ermöglicht es einer Person, einem KI-Agenten eine begrenzte „Vollmacht“ für bestimmte Ausgaben zu erteilen.
  • Tokenisierung: Schafft einen Sicherheitspuffer, indem sensible Kartendaten durch eindeutige digitale Kennungen ersetzt werden.
  • Intelligentes Routing: Nutzt KI, um sicherzustellen, dass Transaktionen über den effizientesten und kostengünstigsten Weg abgewickelt werden.

Wichtige technische Voraussetzungen für autonome Transaktionssysteme

Eine der größten Hürden für den agentenbasierten Handel ist die Verifizierung nicht-menschlicher Akteure. Die herkömmlichen „Know Your Customer“ (KYC)- und „Know Your Business“ (KYB)-Protokolle müssen weiterentwickelt werden, um KI-Agenten zu berücksichtigen, die im Namen von Organisationen handeln.

Frameworks wie die „Verifiable Credentials“ des W3C werden immer wichtiger für den Aufbau einer digitalen Identität in dezentralen Umgebungen. Diese Standards helfen dabei, nachzuweisen, dass ein Akteur befugt ist, Geldmittel aus einer bestimmten Unternehmens- oder persönlichen Wallet auszugeben.

Die Abschaffung der traditionellen UI/UX-Ebene ist ein weiteres Kennzeichen dieses technischen Wandels. Da die Agenten den Kaufprozess übernehmen, entfällt die Notwendigkeit einer sichtbaren Checkout-Seite zugunsten unsichtbarer, eingebetteter Zahlungsabläufe.

Digitale Geldbörsen, die speziell für Software-Agenten entwickelt wurden, ermöglichen es diesen Einheiten, Werte eigenständig zu verwahren und zu verwalten. Dadurch entsteht eine Welt, in der Software ihre eigenen Ressourcen – wie API-Zugänge oder Cloud-Speicher – in Echtzeit bezahlen kann.

Technologie Rolle im agentischen Handel Hauptvorteil
Smart Contracts Selbstausführender Code Macht Zwischenhändler bei der Abwicklung überflüssig
Digitale Geldbörsen
Wertespeicher für KI Ermöglicht ein autonomes Kontostandsmanagement
Adaptive Authentifizierung Dynamische Sicherheit Schützt vor Betrug bei hohen Transaktionsvolumina
Mikrozahlungen Zahlungen mit geringem Betrag Unterstützt die Ressourcenabrechnung in Echtzeit

Branchenspezifische Auswirkungen des agentenbasierten Handels auf Händler weltweit

Im Einzelhandel sollen KI-Agenten persönliche Bestände verwalten und Einkäufe basierend auf Stilvorlieben tätigen. Das ist besonders relevant für den „Agentic Commerce“ in der Modebranche, wo Agenten Garderoben zusammenstellen und Rücksendungen selbstständig abwickeln können.

Auch in ressourcenbasierten Volkswirtschaften wird es zu einer massiven Veränderung kommen, da die Akteure für Cloud-Rechenleistung, Energie und Daten bezahlen. Diese Transaktionen finden oft in so hoher Frequenz und mit so geringen Beträgen statt, dass ein menschliches Eingreifen physisch unmöglich und wirtschaftlich unrentabel wäre.

Die Optimierung der Lieferkette ist ein weiterer Bereich, in dem autonome Agenten einen strategischen Vorteil bieten können. Agenten können B2B-Verträge aushandeln und Zahlungen sofort abwickeln, um die Margeneffizienz zu verbessern und die Reibungsverluste im internationalen Handel zu verringern.

Zukunftsorientierte Händler, die frühzeitig auf agentengesteuerten Handel setzen, können mehr Umsatz erzielen, indem sie Kunden dort abholen, wo ihre Agenten aktiv sind. Dieser „Local Everywhere“-Ansatz stellt sicher, dass sowohl Menschen als auch die Maschinen, die in ihrem Namen handeln, die richtigen Zahlungsmethoden zur Verfügung haben.

  • Mode und Lifestyle: Die Agenten verwalten Abonnements und Nachbestellungen auf Basis von Echtzeit-Nutzungsdaten.
  • Energie und Versorgungswirtschaft: Intelligente Zähler, die als Akteure fungieren, kaufen und verkaufen Strom in dezentralen Netzen.
  • B2B-Logistik: Die Spediteure begleichen die Fracht- und Zollgebühren, sobald eine Sendung eine bestimmte Geofence-Zone erreicht.

Regulatorische Hürden und Sicherheit im agentengesteuerten Handel

Haftungsmodelle sind nach wie vor ein komplexes Thema für die Aufsichtsbehörden und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Die Klärung der Frage, wer haftet, wenn ein KI-Agent eine nicht autorisierte Transaktion durchführt, ist ein zentrales Anliegen bei der Gestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen.

Um diese Risiken zu mindern, führen Plattformen eine adaptive Authentifizierung ein, um sich vor Betrug zu schützen. Diese Technologie nutzt maschinelles Lernen, um Transaktionsmuster zu analysieren und die Sicherheitsmaßnahmen nur dann zu verschärfen, wenn eine risikoreiche Anomalie erkannt wird.

Compliance-Standards wie PCI DSS und PSD2 müssen auf agentenbasierte Abläufe angewendet werden, um Datenschutz und -sicherheit zu gewährleisten. Die Tokenisierung dient hier als entscheidender Puffer und stellt sicher, dass ein Agent während seines autonomen Betriebs niemals mit unverschlüsselten Zahlungsdaten umgeht.

Da Abrechnungen von Händler zu Händler immer häufiger werden, wird es in der Branche wahrscheinlich eine Entwicklung hin zu standardisierten Protokollen für die maschinengestützte Streitbeilegung geben. So wird sichergestellt, dass die Geschwindigkeit des autonomen Handels nicht auf Kosten des Verbraucher- oder Händlerschutzes geht.

  1. 1. Wer haftet für KI-Fehler? Die Haftung liegt in der Regel bei der Person oder Organisation, die den Agenten autorisiert hat, auch wenn es mittlerweile neue Versicherungsprodukte gibt, die Fehler autonomer Systeme abdecken.
  2. 2. Wie bestehen Vermittler die KYC-Prüfung? In der Regel nutzen sie überprüfbare Zugangsdaten, die mit einem Mutterunternehmen verknüpft sind, das die herkömmlichen Compliance-Prüfungen bereits bestanden hat.
  3. 3. Können Mitarbeiter die MFA umgehen? Durch die delegierte Authentifizierung können Mitarbeiter innerhalb vorab genehmigter Limits Ausgaben tätigen, ohne dass manuelle Multi-Faktor-Aufforderungen ausgelöst werden.

Nuvei ist die Wachstumsinfrastruktur für jede Zahlung, überall – und bietet die modularen Tools, die Unternehmen brauchen, um im Zeitalter des „Agentic Commerce“ zu skalieren. Durch die Kombination von lokalem Acquiring mit KI-gesteuerter Optimierung können Händler neue autonome Modelle schneller und mit größerer Sicherheit einführen.

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